Zulassung
Überführungskennzeichen: So bringst du dein gekauftes Auto nach Hause
Ein „Überführungskennzeichen“ gibt es offiziell nicht. Gemeint sind verschiedene Wege, ein Auto ohne reguläre Zulassung zu bewegen. Hier erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt, für wen sie gedacht sind und was sie kosten.
4 Min. LesezeitVon YE CARS, Bergheim

Inhalt
- Was mit „Überführungskennzeichen“ gemeint ist
- Kurzzeitkennzeichen: der Klassiker für Privatpersonen
- Rotes Kennzeichen: nur für Betriebe
- Ausfuhrkennzeichen: wenn das Auto ins Ausland geht
- Oft der einfachste Weg: direkt zulassen
- Transport mit Anhänger oder Transporter
- Welcher Weg passt zu dir?
- Bei YE CARS fährst du angemeldet vom Hof
- Häufige Fragen
Du hast ein Auto gekauft und willst es nach Hause fahren, aber es ist noch nicht auf dich zugelassen? Dann suchst du wahrscheinlich nach einem Überführungskennzeichen. Den Begriff gibt es im Gesetz allerdings nicht. Dahinter stecken mehrere Möglichkeiten, die sich in Kosten, Aufwand und Zielgruppe stark unterscheiden. In diesem Ratgeber stellen wir sie dir vor und zeigen, welcher Weg für welche Situation passt.
Was mit „Überführungskennzeichen“ gemeint ist
Ein Auto, das nicht zugelassen ist, darfst du nicht einfach auf öffentlichen Straßen fahren. Für eine Überführung gibt es drei Arten von Sonderkennzeichen und zwei weitere Wege:
| Weg | Für wen | Dauer | Amtliche Gebühr |
|---|---|---|---|
| Kurzzeitkennzeichen | Privatpersonen und Betriebe | bis zum Ablauf des fünften Tages nach Zuteilung | 10,20 Euro |
| Rotes Kennzeichen | nur Händler, Werkstätten, Hersteller | dauerhaft, für wechselnde Fahrzeuge | je nach Fall deutlich höher |
| Ausfuhrkennzeichen | Fahrzeuge für den Export | bis zu einem Jahr | 31,40 Euro |
| Reguläre Zulassung | alle | unbegrenzt | 30 Euro vor Ort, 12,80 Euro online |
| Transport | alle | keine, aber Transportkosten |
Zu allen Kennzeichen kommen die Kosten für Schilder und Versicherung.
Kurzzeitkennzeichen: der Klassiker für Privatpersonen
Meistens ist mit dem Überführungskennzeichen das Kurzzeitkennzeichen gemeint. Es hat einen gelben Streifen mit Ablaufdatum und erlaubt Überführungs-, Probe- und Prüfungsfahrten für ein bestimmtes Fahrzeug. Du brauchst dafür eine spezielle eVB für Kurzzeitkennzeichen, deinen Ausweis, die Fahrzeugpapiere und grundsätzlich eine gültige Hauptuntersuchung.
Insgesamt kostet das Kurzzeitkennzeichen mit Schildern und Versicherung grob 60 bis 120 Euro. Alles Wichtige zu Voraussetzungen, Kosten und Regeln liest du in unserem Ratgeber zum Kurzzeitkennzeichen.
Rotes Kennzeichen: nur für Betriebe
Das rote Kennzeichen mit der Nummer 06 ist für Betriebe gedacht, die ständig wechselnde Fahrzeuge bewegen, zum Beispiel Autohändler, Werkstätten und Hersteller. Es ist nicht an ein Fahrzeug gebunden. Jede Fahrt muss aber in einem Fahrzeugscheinheft eingetragen und dokumentiert werden.
Als Privatperson bekommst du kein rotes Kennzeichen. Es gibt zwar rote Kennzeichen für Oldtimer-Sammler, die sind aber an eigene, enge Voraussetzungen gebunden und für eine normale Überführung nicht gedacht.
Ausfuhrkennzeichen: wenn das Auto ins Ausland geht
Soll ein Fahrzeug dauerhaft ins Ausland, gibt es das Ausfuhrkennzeichen, oft auch Exportkennzeichen oder Zollkennzeichen genannt. Es hat ein rotes Feld mit dem Ablaufdatum. Die Gültigkeit richtet sich nach der Laufzeit der Versicherung, höchstens ein Jahr. Die Hauptuntersuchung muss mindestens so lange gültig sein.
Die amtliche Gebühr liegt bei 31,40 Euro. Dazu kommen eine spezielle Haftpflichtversicherung und die Kfz-Steuer für die Laufzeit. Für eine kurze Überführung innerhalb Deutschlands lohnt sich das Ausfuhrkennzeichen nicht.
Oft der einfachste Weg: direkt zulassen
Wenn du das Auto ohnehin auf dich anmelden willst, ist die direkte Zulassung oft einfacher als jedes Sonderkennzeichen. Du brauchst keine Kurzzeitversicherung, keine zweiten Schilder und keinen zweiten Termin.
Online zulassen mit i-Kfz
Seit September 2023 kannst du dein Auto auch als Privatperson vollständig online zulassen. Du brauchst dafür unter anderem einen Personalausweis mit Online-Funktion, die Sicherheitscodes in den Fahrzeugpapieren und die eVB deiner Versicherung. Nach erfolgreicher Prüfung bekommst du einen vorläufigen Nachweis. Mit ihm und den angebrachten Kennzeichen darfst du bis zu zehn Tage fahren, bis Zulassungsbescheinigung und Plaketten per Post kommen.
Die Gebühr für die Zulassung liegt online bei 12,80 Euro und vor Ort bei 30 Euro. Was sonst noch dazukommt, liest du im Ratgeber Auto anmelden: Kosten. Den Ablauf in Bergheim und im Rhein-Erft-Kreis erklären wir im Ratgeber Auto zulassen in Bergheim.
Wenn das Auto noch angemeldet ist
Ist das Auto beim Kauf noch auf den Verkäufer zugelassen, wird es entweder vom Verkäufer abgemeldet oder von dir direkt umgeschrieben. Kläre beim Privatkauf genau, wer das Auto wann abmeldet und ob es bis zur Ummeldung versichert ist. Halte die Absprache am besten im Kaufvertrag fest.
Transport mit Anhänger oder Transporter
Willst du das Auto gar nicht selbst fahren, kannst du es transportieren lassen. Das bietet sich an, wenn das Auto nicht fahrbereit ist, die HU abgelaufen ist oder die Strecke weit ist. Ein Abschleppdienst oder eine Spedition kostet je nach Strecke ab einigen hundert Euro. Mit einem geliehenen Autoanhänger geht es günstiger, dafür brauchst du aber den passenden Führerschein für Zugfahrzeug und Anhänger.
Welcher Weg passt zu dir?
- Du willst das Auto behalten und anmelden: Lass es direkt zu, online oder vor Ort.
- Das Auto soll erst zur HU oder in die Werkstatt: Nimm ein Kurzzeitkennzeichen.
- Das Auto geht dauerhaft ins Ausland: Ausfuhrkennzeichen oder Transport.
- Das Auto ist nicht fahrbereit: Transport.
Bei YE CARS fährst du angemeldet vom Hof
Kaufst du dein Auto bei YE CARS in Bergheim, musst du dir über eine Überführung meist keine Gedanken machen. Auf Wunsch übernehmen wir die Zulassung für dich, und du fährst mit deinem eigenen Kennzeichen nach Hause. Welche Unterlagen wir dafür von dir brauchen, besprechen wir vorher.
Schau dir unsere Fahrzeuge an. Wenn dir eines gefällt, frag die Zulassung über die Kontaktseite direkt mit an.
Häufige Fragen
Was ist ein Überführungskennzeichen?
Überführungskennzeichen ist kein amtlicher Begriff. Meist ist das Kurzzeitkennzeichen gemeint, mit dem du ein nicht zugelassenes Auto für wenige Tage überführen darfst. Auch rote Kennzeichen von Händlern und Ausfuhrkennzeichen werden manchmal so genannt.
Bekomme ich als Privatperson ein rotes Kennzeichen?
Nein. Rote Kennzeichen mit der Nummer 06 bekommen nur Betriebe wie Hersteller, Händler und Werkstätten, die regelmäßig Fahrzeuge bewegen. Als Privatperson nutzt du ein Kurzzeitkennzeichen oder lässt das Auto vorher zulassen.
Was ist günstiger: Kurzzeitkennzeichen oder Zulassung?
Wenn du das Auto ohnehin anmelden willst, ist die direkte Zulassung meist der einfachere Weg. Du sparst dir Kurzzeitversicherung und zweite Schilder. Online kostet die Zulassung nach dem Gebührentarif 12,80 Euro, vor Ort 30 Euro, dazu kommen die Schilder.
Darf ich nach der Online-Zulassung sofort losfahren?
Ja. Nach der Online-Zulassung bekommst du einen vorläufigen Nachweis. Mit diesem Nachweis und den angebrachten Kennzeichen darfst du bis zu zehn Tage fahren, bis die Plaketten per Post kommen.
Welches Kennzeichen brauche ich, um ein Auto ins Ausland zu bringen?
Für Fahrzeuge, die dauerhaft ins Ausland gehen, gibt es das Ausfuhrkennzeichen. Die amtliche Gebühr liegt bei 31,40 Euro, dazu kommen eine spezielle Versicherung und die Kfz-Steuer für die Laufzeit.




